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    Wissenschaft. Mitarbeiter/in (Doc/Postdoc)
    Photogrammetrie und Fernerkundung
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    Auf dem ISPRS Kongress 2016 wurde der nächste ISPRS Kongress 2020 nach Nizza vergeben.
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    Prof. Stilla erhält beim ISPRS Congress in Prag den Willem Schermerhorn Award

Termine

06.06.2017
CMRT17 - CityModels, Roads and Traffic
06.06.2017
ISPRS Hannover Workshop 2017
11.09.2017
Photogrammetrische Woche 2017

PFG 2017(1)

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Grußwort des DGPF-Präsidenten Uwe Stilla zur Eröffnung der
37. Wissenschaftlich-Technische Jahrestagung der DGPF

Gemeinsam haben wir, die Deutsche Gesellschaft für Photogrammetrie, Fernerkundung und Geoinformation sowie die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, zur 37. Wissenschaftlich-Technische Jahrestagung der DGPF vom 7. bis zum 10. März 2017 nach Würzburg eingeladen. Als Motto für die gemeinsame Tagung wurde gewählt:

Kulturelles Erbe erfassen und bewahren
Von der Dokumentation zum virtuellen Rundgang

Würzburg blickt auf eine lange Standorttradition zurück. Wenn auch die erste urkundliche Erwähnung als „Castellum Virteburch“ erst von 704 stammt, so lassen doch Funde einer Wehranlage von um 1000 v. Chr. auf eine längere Geschichte schließen. Die erste Ansiedlung am Schalksberg geht sogar auf die Zeit des Pleistozän (mind. 10.000 v.Chr.) zurück. Damit bildet der Standort Würzburg geradezu eine Heraus-forderung für das Motto unserer Jahrestagung. Wir freuen uns sehr auf den Eröffnungsvortrag von Herrn Univ.-Prof. Mag. Dr. Michael Doneus, Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie, TU Wien, der uns einen Einblick in die Nutzung der Methoden der Photogrammmetrie, Fernerkundung und Geoinformation im Rahmen der Archäologie geben wird.

Mit dem Sieg der Franken über die Alemannen 496 findet in Würzburg die fränkische Landnahme statt und die Burg über dem linken Mainufer wird Herzogshof der Merowinger. Im Jahr 779 wird erstmals der Würzburger Markt beschrieben und der Weinbau in der Stadt erwähnt. Das Bild um die Stadt wird noch heute durch den Weinbau geprägt, der besonders durch das Würzburger Bürgerspital, erstmals 1317 urkundlich erwähnt, vorangetrieben wurde. Im Mittelalter war die Stadt ein bedeutendes wirtschaftliches, geistliches und hoheitliches Zentrum. Im Jahr 1576 wurde durch Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn das Juliusspital gestiftet, das heute u.a. ein Krankenhaus, ein Seniorenstift und ein Weingut umfasst. Das sei an dieser Stelle erwähnt, da in der Zehntscheune des Weinguts Juliusspital unsere festliche Abend-veranstaltung der DGPF-Jahrestagung stattfinden wird.

Das akademische Leben in Würzburg zog nach einer ersten Universitätsgründung 1402 durch eine Wiedergründung im Jahre 1582 durch Julius Echter von Mespelbrunn erneut in die Stadt ein. Der Fürstbischof wurde aber auch durch die Landesvertreibung von Protestanten und die intensivierte Hexenverfolgung bekannt. Neben der Universität wurde 1797 das Collegium musicum academicum und 1971 die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) gegründet, deren Wurzeln bis 1807 zurückreichen. Der Vorstand der DGPF hat sich sehr über die Zusage vom DGPF-Arbeitskreisleiter Ansgar Brunn und der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, gefreut, die diesjährige DGPF-Jahrestagung zu beherbergen.

Die Hochschule Würzburg-Schweinfurt ist auf die beiden Standorte Würzburg und Schweinfurt verteilt, an denen über 9000 Studierende einge-schrieben sind. Die Wahl der Tagungsstätte am Standort Würzburg erschien aufgrund der Verkehrsanbindung ideal, da sie nur 450 m vom Hauptbahnhof Würzburg entfernt liegt. Der Studienbereich Geo der FHWS ist Mitnutzer des Gebäudes, in dem Conrad-Röntgen 1895 die nach ihm benannten Röntgenstrahlen entdeckte. Ein Besuch in der Gedenkstätte ist während der Tagung sehr zu empfehlen!

Dem Aufruf zur Einreichung von Beiträgen folgten Autoren von 77 wissenschaftlichen Beiträgen, von denen 52 auf der Tagungs-CD als Publikationen enthalten sind. Insgesamt sind 127 Autoren in den Beiträgen aufgeführt, wobei einige Standorte aus ihren Arbeits- und Forschungsruppen mehrere Beiträge eingereicht haben. Ein besonderer Dank sei hier auch den Reviewern für die Begutachtung der eingereichten Beiträge und dem Editor für die Zusammenstellung des Tagungsbands ausgesprochen.

Da der Vorstand der DGPF die wissenschaftlich-technische Kooperation mit den Firmen intensivieren will, begrüßen wir besonders den diesjährigen Zuspruch der 22 Aussteller bei der Fachfirmenausstellung. Im Anwenderforum geben Vorträge von den ausstellenden Fachfirmen einen kurzen Überblick über das Firmenprofil und die Hauptproduktlinien und stellen dann im Detail die Exponate und verschiedene Anwendungsmöglichkeiten der Produkte vor.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des Vorstands liegt in der Förderung der Aus- und Weiterbildung. Dazu wird am Dienstag vor der Eröffnung der Jahrestagung erstmals ein Studentenforum stattfinden, bei dem wir den Studierenden durch Vorträge von Firmenvertretern einen Einblick in die berufliche Praxis vermitteln wollen. Dies steht neben dem bereits gut eingeführten Wettbewerb um den Karl-Kraus-Nachwuchspreis. Bei dem stellen bis zu zehn ausgesuchte Absolventen aus Deutschland, Österreich und Schweiz, die von den Betreuern als sehr gute empfohlen wurden, in Konkurrenz ihre Arbeiten an Postern persönlich vor. Diese Posterveranstaltung bildet auch immer eine interessante Plattform für das Kennenlernen von Absolventen und Firmenvertretern. Das Weiterbildungsforum findet mit zwei Vortragsblöcken am Mittwochvormittag statt.

Neben diesen Aktivitäten flankieren Treffen zum Doktorandenkolloquium der Deutschen Geodätischen Kommission (DGK)/DGPF und der Abteilung Geoinformatik der DGK die Veranstaltung in Würzburg.

Der Vorstand der Gesellschaft bedankt sich bei allen Sponsoren und Ausstellern für die Unterstützung der Tagung.