Leitung des Arbeitskreises:
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Prof. Dr.-Ing. Uwe Sörgel
Leibniz Universität Hannover
Institut für Photogrammetrie und
GeoInformation
Nienburger Str.1
30167 Hannover
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Stellvertreter
Prof. Dr. Peter Krzystek
Hochschule für angewandte Wissenschaften, München
Fakultät für Geoinformation
Karlstr. 6,
80333 München
E-mail: peter.krzystek@hm.edu
Internet:
Tel.: + 49 89 1265-2617
Fax: + 49 89 1265-2698
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Radarfernerkundung und
Flugzeuglaserscanning
Arbeitsgebiete -
Terms of Reference
·
Synthetic Aperture
Radar (SAR)
·
SAR-Interferometrie
und -Polarimetrie
·
3D Objekterkennung
aus Laserdaten
·
Vegetationsanalyse anhand Laserdaten
Hintergrund
und geplante Aktivitäten
Traditionelle
Fernerkundungssensoren erfassen die von der Erdoberfläche reflektierte
Sonnenstrahlung passiv. In jüngster Zeit treten aktive Systeme hinzu,
die auch
nachts betrieben werden können. Zwei solche Sensortypen sollen im Fokus
dieses
neu etablierten Arbeitskreises stehen: bildgebendes Radar und
Flugzeuglaserscanning.
Beide
Techniken fußen auf der Messung der Laufzeit kohärenter und
schmalbandiger Pulse. Ein wesentlicher Unterschied liegt im genutzten
Teil des
Spektrums. Radarsensoren arbeiten mit Zentimeterwellen, was den Vorteil
einer
weitgehenden Wetter-unabhängigkeit mit sich bringt, Laser hingegen im
Mikrometerbereich. Für gegebene Apertur und Entfernung ist daher
beugungsbedingt
die Winkelauflösung von Radar erheblich schlechter als bei Laser. Um
auch aus
größerer Entfernung Bilder hoher Auflösung zu erhalten, ist bei Radar
eine
überlappende Beleuchtung in Schrägsicht quer zur Flugrichtung und eine
spezielle
Prozessierung der Rohdaten (Synthetic Aperture Radar Prinzip, SAR)
erforderlich.
Moderne Satellitensysteme, wie etwa TerraSAR-X (DLR) oder die SAR-Lupe
(Bundeswehr),
erzielen in den feinsten Modi eine geometrische Auflösung im
Meterbereich.
Da
Reflexionen die Signalpolarisation beeinflussen, erlaubt die
Auswertung der Streumatrix Rückschlüsse auf die Bodenbedeckung. Die
bekannteste
Radaranwendung ist sicher die Gewinnung von Höhenmodellen durch
SAR-Interferometrie: SRTM-Daten (2000) haben mittlerweile weite
Verbreitung
gefunden und mit der künftigen deutschen TanDEM-Mission wird eine
nochmalige
Verfeinerung angestrebt. Ein weiterer aktueller Forschungsschwerpunkt
ist die
Beobachtung langsamer Geländedeformationen, etwa infolge von
Bergbautätigkeit,
aus Zeitreihen von SAR-Bildern.
Flugzeuglaserscanning
hat sich mittlerweile als Methode zur
Gewinnung dichter und genauer Höhendaten etabliert, die als Grundlage
etwa zur
Erzeugung von Geländemodellen in Wäldern und 3D-Stadtmodellen dienen.
Auch hier
ist ein bedeutender technischer Fortschritt zu beobachten: Beschränkten
sich
solche Daten früher auf den Ort des ersten, letzten oder beider Echos,
so
liefern neuere Sensoren weitere Information, zum Beispiel
Maximalamplitude und
Breite jedes Echos. Die modernsten Systeme digitalisieren den
zeitlichen
Verlauf des Sendepulses sowie der empfangenen Echos. Durch geeignete
Verarbeitung
der Signalform sind Rückschlüsse auf die Struktur der beleuchteten
Objekte
möglich, dies ist insbesondere zur Analyse von Vegetationsbereichen von
Interesse.
Zur
effizienten Informationsgewinnung aus Radar-
und Laserdaten ist ein gewisses Verständnis der zugrundeliegenden
Sensoreigenschaften
sowie der wellenphysikalischen Reflexions- und Streuvorgänge
unabdingbar.
Aufgrund der im Kern sehr ähnlichen Sensorprinzipien bietet sich eine
Integration
beider Sensoren in einem Arbeitskreis an.
Aktivitäten
ISPRS-Projekt zur Validierung von DEM aus
hochaufgelösten SAR_Satellitenbildern. Das DLR stellt hierzu bis zu 60 Bilder
des Satelliten TerraSAR-X zur Verfügung, die von einer
internationalen Forschergruppe untersucht werden
(Link: http://sss.terrasar-x.dlr.de/
--> Proposals General)
Links
ISPRS WG VII/2 SAR Interferometry (http://www.commission7.isprs.org/wg2/)
TerraSAR-X:
Bildergalerie (DLR) http://www.dlr.de/de/desktopdefault.aspx/tabid-4313/6950_read-10126/
Infoterras
Bild der Woche http://www.infoterra.de/news/gallery/
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